Studienfahrt Spanien 2018

Es erschien uns fast ein wenig surreal, als wir am Samstagabend, dem 22.09.18, in dicke Pullover und Jacken eingemummelt auf den Bus warteten, der uns nach einer 14-stündigen Fahrt ins sonnige Spanien bringen sollte. Doch als wir am nächsten Morgen aufwachten und uns in einer von verbrannten gelben Feldern geprägten Landschaft unter strahlend blauem Himmel wiederfanden, waren wir auch mental in Spanien angekommen.

Unser erster Halt, kurz nach der spanischen Grenze, führte uns in die katalonische Stadt Figueres, wo wir durch den Besuch des Dalí-Museums in das kulturelle Leben Spaniens eingeführt wurden. Später, im Hotel angekommen, freuten wir uns auf das bereits gesichtete türkisblaue Meer, das wir über einen kleinen Steinpfad direkt vom Hotel erreichen konnten. Dieser öffnete sich dann am Ende zu einer malerischen Bucht mit Sandstrand.

Nach einem reichhaltigen Frühstück am nächsten Morgen führten uns Frau Janiak und Frau Rahman in die dortige Fischwelt ein. Am Ende dieser Einheit besaßen wir selbstgestaltete Fischbestimmungskarten. Zusätzlich mit Neoprenanzug, Taucherbrillen und Flossen ausgestattet, waren wir bereit, zum Schnorcheln ins Wasser zu watscheln.

Während wir uns an diesem Tag hauptsächlich mit Fischen beschäftigten, konzentrierten wir uns dienstags auf Algen und Seeigel. Genauer gesagt: eine Seeigelbefruchtung direkt am Strand, für die wir schwarze Seeigel aus dem Meer sammelten. Einige Stunden später war es bereits möglich, durch Mikroskope die Zellteilung einer befruchteten Eizelle zu beobachten. Aus Meeresalgen gestalteten wir Algenherbarien. Abends verbrachten wir etwas Freizeit am Strand, wo wir mit Frau Janiak Volleyball spielten. Anschließend fanden wir uns zu einem gemeinsamen Spieleabend zur Feier von Lenas und Lauras 18. Geburtstag zusammen.

Der Mittwoch brachte nun ein Kontrastprogramm mit der Besichtigung einer größeren Stadt: Barcelona. Auch dort setzten unsere Lehrerinnen einen biologischen Akzent durch den Besuch des Meeresaquariums. Highlight des Tages war jedoch die Sagrada familia, die mit ihrer an Naturformen angelehnten Architektur und den lichtdurchfluteten Innenräumen wohl zu den beeindruckendsten Kirchen Europas zählt.

Mit Schrecken mussten wir feststellen, dass nun schon unser letzter Tag der Studienfahrt angebrochen war. Aber auch dieser hielt ein reichhaltiges Programm für uns bereit: Zur Abrundung der großen Einheit „Fische“ lernten wir in einem Museum in Palamós etwas über den Fischfang. Danach konnten wir im Hafen den Fischerbooten beim Anlegen zusehen und so auch etwas vom praktischen Fischfang miterleben. Neben den gewünschten Fischarten verfangen sich in den Netzen auch immer einige Fische, wie z.B. Katzenhaie, die nicht zum Verzehr und also nicht zum Verkauf geeignet sind. Deshalb schenkten uns die Fischer diese Katzenhaie, die wir anschließend im Hotel sezieren konnten. Hierdurch wurde uns auch ein Einblick in das Innenleben der Fische ermöglicht. Inspiriert von vielen neuen Eindrücken versammelten wir uns Donnerstagabend zu einer gemeinsamen Abschlussrunde, bevor wir dann Freitagmorgen endgültig Abschied vom Mittelmeerraum nehmen mussten.

Über die ganze Studienfahrt hinweg begleiteten uns neben den Einheiten der Lehrerinnen auch selbstgestaltete Referate. Zugegebenermaßen hatten wir anfangs keine große Lust, diese vorzubereiten, jedoch bereicherten sie unsere Studienfahrt, da sie einen persönlichen Bezug zu den einzelnen Themengebieten herstellten.

Das Vier-Sterne-Hotel, das Frühstücksbuffet und auch immer wieder ausreichend Zeit zur freien Verfügung bildeten den perfekten Rahmen für eine gelungene Studienfahrt. Ganz besonders möchten wir uns alle bei Frau Rahman und Frau Janiak für ihr außergewöhnliches Engagement und das tolle abwechslungsreiche Programm bedanken, die uns so eine wunderbare Woche voller schöner Erinnerungen ermöglicht haben. Wir hatten eine tolle Gruppe, und Sie, liebe Frau Rahman und Frau Janiak, haben dazu beigetragen, dass wir uns alle dort so wohlfühlen konnten.

Diana R. und Skrollan M. (KS2)

Stimmen aus unserer Spanien-Schülergruppe

„Für mich war der Umgang miteinander als eine Gemeinschaft etwas Besonderes, da es sich angefühlt hat, als würden wir einander schon lange kennen, obwohl wir aus verschiedenen Klassen kamen.“

Saviya

„Die Fahrt ermöglichte einen vielfältigen Einblick in die Meeresbiologie. Ich habe viel gelernt, ohne dass es mir aufgezwungen wurde. Die Mühe der Lehrerinnen hat sich bezahlt gemacht. Danke!“

Inken

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