SPHINX online: Sophie Scholl

Die Widerstandskämpferin wird 100!

von Felicitas P., 9a

Sophie Scholl – diesen Namen haben bestimmt die meisten von euch schon einmal gehört, sei es im Geschichtsunterricht, in einer Dokumentation oder im Zusammenhang mit der „Weißen Rose“. Sophie Scholl war eine mutige junge Frau, die als Mitglied der Organisation „Weiße Rose“ Flugblätter gegen den Nationalsozialismus verteilt hat. Für ihr Engagement wurde die damals 21-Jährige am 22. Februar 1943 gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl, der auch Widerständler war, von den Nazis ermordet. Am 9. Mai wäre sie 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums könnt ihr hier mehr über ihr Leben und ihre Taten erfahren, damit weder sie noch die „Weiße Rose“ in Vergessenheit geraten.

Sophie Scholl wurde am 9. Mai 1921 in Forchtenberg in Baden-Württemberg geboren. Sie hatte noch vier andere Geschwister, darunter auch ihr drei Jahre älterer Bruder Hans Scholl, der auch Teil der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ war. Später meinte ihre Schwester Inge Scholl, dass Sophie Scholl als Kind etwas Besonderes war. Zum einem habe sie eine ungewöhnliche Reife besessen. Zum anderen schrieb Inge ihrer Schwester einen trotz ihrer Kindlichkeit „eigenartigen Charme“ zu.

Anfangs war Sophie Scholl, genauso wie Hans Scholl, Anhängerin des Nazi-Regimes. So war sie jahrelanges Mitglied im Bund Deutscher Mädel. Eine große Rolle bei Sophie Scholls Umdenken spielte ihr Bruder Hans. Als Soldat und Medizinstudent erlebte er in Frankreich und dem heutigen Russland hautnah die Schrecken des Krieges. Außerdem trugen staatliche Verfolgung aufgrund seiner Arbeit außerhalb der Hitler-Jugend und eine längere homosexuelle Liebe zu einem Jugendlichen seiner Gruppen dazu bei, dass er den Nationalsozialismus immer weiter ablehnte. Sophie Scholl besuchte ab 1942 die Münchner Universität, an der sie die Fächer Biologie und Philosophie studierte, und gelangte bald in den Freundeskreis ihres auch dort lernenden Bruders Hans Scholl. Hier kam sie das erste Mal in Berührung mit der Widerstandsgruppe, die bereits ihre ersten vier Flugblätter verteilt hatte. Schließlich schloss sich Sophie Scholl der „Weißen Rose“ an und wirkte sowohl bei der Herstellung als auch bei der Verbreitung der Flugblätter maßgeblich mit. Durch sie wurden die Flugblätter auch über München hinaus verteilt. Ab da galt sie als Organisatorin des Widerstandes. Doch dann geschah das denkbar schlimmste Szenario: Natürlich hatte die Geheime Staatspolizei schon lange nach den Urhebern der Flugblätter gesucht, um diese zu bestrafen. Am 18. Februar 1943 wurden von den Geschwistern in der Münchner Universität Flugblätter verteilt. Dabei wurden sie von dem Hausmeister beobachtet, der das sofort meldete. Noch am gleichen Tag wurden sie verhaftetet und einen Tag später ebenso ihr Freund Christoph Probst. Nach einem mehrtägigen Verhör wurden alle drei mit dem Urteil „Hochverrat“ am 22. Februar 1943 hingerichtet.

Sowohl Sophie Scholl als auch die anderen Mitglieder der „Weißen Rose“ haben sich extrem mutig für die Gerechtigkeit eingesetzt und sogar ihr Leben dafür gelassen. Man darf nie ihre Taten noch den Auslöser dafür vergessen. Es ist, wie Sophie Scholl es einmal sagte: „Das Gesetz ändert sich. Das Gewissen nicht.“

Anlässlich ihres 100. Geburtstages gibt es einige Aktionen. Beispielsweise erscheint eine 20-Euro-Sammelmünze aus Silber mit ihrem Gesicht darauf. Ganz interessant ist auch das Projekt des SWR und BR. Auf dem Instagram-Kanal @ichbinsophiescholl lässt die 21-jährige Sophie Scholl, gespielt von Luna Wedler, emotional und der damaligen Zeit nachempfunden die Userinnen und User an den letzten zehn Monaten ihres kurzen Lebens teilhaben.

Quellen zum Nachrecherchieren:

Unter diesem Namen findet ihr den Instagram-Kanal über Sophie Scholl:

  • @ichbinsophiescholl

Zurück

Weitere Beiträge Deutsch