Auf den Spuren der Freiheit

Am 13. November 2013 besuchten wir, der Gemeinschaftskundekurs gk1 der Jg. 1, gemeinsam mit unserer Lehrerin Frau Jene die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte im Residenzschloss Rastatt. In dieser Erinnerungsstätte werden, neben der Dauerausstellung, regelmäßig Wanderausstellungen zu verschiedenen Themen gezeigt und immer wieder finden dort Vortrags-, Fortbildungs- und Diskussionsveranstaltungen statt.

Die Dauerausstellung, die 1974 auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Gustav W. Heinemann eingerichtet wurde, thematisiert die Märzrevolution von 1848/49 und seit 2009 auch die Freiheitsbewegungen in der DDR. Außerdem wird momentan eine Wanderausstellung über das größte Frauengefängnis der DDR, Gefängnis Hoheneck, gezeigt. Für dieses Projekt haben sich 25 ehemalige inhaftierte Frauen von Fotograf Dirk von Nayhauß und der Autorin Maggie Riepl porträtieren lassen.

Zuerst wurden wir durch den Teil der Dauerausstellung geführt, der sich mit der DDR befasst. Anschließend wurde uns eine halbstündige Dokumentation über Gefängnis Hoheneck gezeigt. In dem Film „die Frauen von Hoheneck“ berichten ehemalige Häftlinge über ihr Schicksal und ihre Erlebnisse in dem Frauengefängnis. Sie sprechen über die Gründe für die Inhaftierung, über die grauenvollen Zustände in dem DDR-Gefängnis und das Leben nach der Inhaftierung.

Alle diese Frauen sind inhaftiert worden, weil sie mehrfach einen Ausreiseantrag gestellt oder die Flucht aus der DDR geplant hatten und von Freunden, Familie oder sogar dem eigenen Ehemann verraten wurden. Diese aus politischen Gründen inhaftierten Frauen wurden in dem Gefängnis nahe Chemnitz, zu DDR-Zeiten Karl-Marx-Stadt genannt, mit Gewaltverbrecherinnen und Mörderinnen zusammengelegt. In Hoheneck mussten sie unter Übergriffen von Wärtern, Zwangsarbeit und unmenschlichen Haftbedingungen leiden; außerdem wurden einige Frauen von Ärzten mit Psychopharmaka ruhig gestellt. Oft zerstörte die Inhaftierung auch die Familien der Frauen, zum Beispiel wurden deren Kinder in Heime gegeben oder zwangsadoptiert.
Nach der Dokumentation konnten wir uns in dem Ausstellungsraum noch Biografien der ehemaligen Insassinnen ansehen.

Caroline K., J1

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