Leitperspektiven

Spiralcurriculum Medienpädagogik
Methoden

Leitperspektive MB: Medienbildung

Zeitgemäße Medien sind tagtägliche Bestandteile des Unterrichts am St.-Dominikus-Gymnasium. Sie ergänzen die Ausstattung, die nötig ist, um einen anschaulichen, aktuellen und wirksamen Unterricht zu erteilen. Um mit modernen Medien arbeiten zu können, gibt es zwei Computerräume, 12 interaktive Whiteboards, zahlreiche Visualizer und Beamer sowie 30 Tablets. Die Lehrkräfte bilden sich permanent fort.

Die Leitlinien des neuen baden-württembergischen Bildungsplanes fordern ein „Spiralcurriculum Medienbildung“, das am St.-Dominikus-Gymnasium folgendermaßen aufgebaut ist:

In der 5. Klasse absolvieren die Schülerinnen einen „Basiskurs Medien“. Dieser erstreckt sich über das gesamte Schuljahr, damit sie das erworbene Wissen und die Fertigkeiten üben, vertiefen und sichern können. Nach dem ersten Schulhalbjahr gibt es eine Veranstaltung vom Stadtmedienzentrum zum Gebrauch elektronischer Kommunikationsmedien sowie über Gefahren für Kinder im Internet.

Ab Klasse 6 arbeiten die Schülerinnen zunehmend und vertieft mit den elektronischen Geräten. In Klasse 7 wird die Medienbildung fortgeführt, außerdem baut ein Methodentraining, das an den Deutschunterricht angekoppelt ist, auf die bereits erworbenen Fähigkeiten auf und bereitet die Schülerinnen auf die Lernleistung „GFS“ (Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) vor. Dieser individualisierte Unterricht erstreckt sich über das gesamte erste Halbjahr.

In der Mittelstufe beginnt der Unterricht mit Tablets, zunächst in einzelnen Themengebieten der naturwissenschaftlichen Fächer. In Klasse 9 steht erneut ein Vortrag zum „Gebrauch elektronischer Kommunikationsmedien und Gefahren für Kinder im Internet“ auf dem Programm. Der Unterricht mit den Tablets, die durch den Zukauf von Apps permanent aktualisiert werden, wird ausgeweitet und in Klasse 10 fortgesetzt. Im Rahmen der in Klasse 10 angebotenen „Methodentage“ vertiefen die Lernenden die Kompetenz, mithilfe geeigneter Medien einen mündlichen Vortrag zu halten und eine Hausarbeit zu verfassen.

Während der gesamten sechs Jahre gibt es in allen Klassen Medienmanagerinnen, die beim Gebrauch der Geräte beraten und bei Defekten helfen. Einige von ihnen werden vom Landesmedienzentrum zu Medienmentorinnen ausgebildet.

Spiralcurriculum Nachhaltigkeit
Energie und Umwelt

Leitperspektive BNE: Bildung für nachhaltige Entwicklung

Seit 20 Jahren sind die ökologische Ausrichtung und die Erziehung zur Nachhaltigkeit fest im Konzept des St.-Dominikus-Gymnasiums Karlsruhe verankert. Die Zertifizierung nach EMAS (Eco Management and Audit Scheme) mit regelmäßiger Revalidierung sowie zahlreiche prominente Auszeichnungen bestätigen das hohe Niveau  der Umweltstandards.

Einige Beispiele aus dem umfangreichen Ökologieprogramm der Schule:

In allen Klassen gibt es Energiemanagerinnen, in Klasse 8 werden Ökologiementorinnen ausgebildet, es gibt eine Umwelt-AG, eine Fair-Trade-AG sowie einen Seminarkurs Öko-Audit.

In Klasse 6 findet regelmäßig eine Energierallye statt, zahlreiche Klassen haben im Unterricht der Fächer Bildende Kunst, Geographie, Naturwissenschaften und Religionslehre Umweltthemen im Schulcurriculum. Die Fair-Trade-AG hat ein eigenes Programm mit einem permanenten Fair-Trade-Verkauf und einer „fairen Woche“. In Klasse 9 findet ein „Umweltaktionstag“ am Tag der erneuerbaren Energien statt, und bei Bau- und Renovierungen achtet die Schulstiftung auf umweltfreundliche Bauweise.

In alle ökologischen Prozesse sind die Schülerinnen durch Teilhabe und Mitbestimmung einbezogen. Sie wirken nicht nur in der SMV, sondern auch im Klassenverband in demokratischen Prozessen mit, z.B. bei der Gestaltung der Klassenzimmer und der Durchführung von Projekttagen, Adventsbasar und Schulfest. Der Friedenserziehung dienlich sind nicht zuletzt die Schulgottesdienste und Meditationen sowie Veranstaltungen mit Gästen aus Kirche und Politik.

Spiralcurriculum Prävention
Prävention

Leitperspektive PG: Prävention und Gesundheitsförderung

Das Präventionsangebot des WSB-zertifizierten St.-Dominikus-Gymnasiums ist dargestellt im „Fächer der Prävention“. Er wird umgesetzt von der Präventionsbeauftragten. Eine Sozialpädagogin vom Sozialdienst katholischer Frauen steht den Schülerinnen, ihren Eltern und den Lehrkräften beratend zur Verfügung. Spezielle Veranstaltungen zur Gesundheitsförderung bietet der Biologieunterricht mit ausgewählten Vorträgen und Seminaren sowie der Sportunterricht mit allen WSB-Aktivitäten, z.B. dem Pausensport. Konkrete Hilfe im Krankheitsfall leisten die professionell ausgebildeten Schulsanitäterinnen.

Die Schulträgerin setzt alle Anforderungen an Unfallschutz und Sicherheit um. Das Krisenteam, der Sicherheitsbeauftragte, die Betriebsärztin und der Arbeitskreis Sicherheit wachen über die Einhaltung der Vorschriften.

 

 

 

Spiralcurriculum Verbraucherbildung
Fairtrade

Leitperspektive VB: Verbraucherbildung

Am St.-Dominikus-Gymnasium werden zentrale Aspekte der Verbraucherbildung dadurch thematisiert, dass die Schule als „Fair-Trade-School“ zertifiziert ist und bereits zahlreiche Preise im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit gewonnen hat. Dies beweist einen reflektierten Konsum, kritisches Verbrauchsverhalten und nachhaltiges Wirtschaften und zeugt von einer Ausgewogenheit zwischen Ökologie und Ökonomie. Ein ökologisch verträglicher Umgang mit Energie und Ressourcen wird von der Schulträgerin, der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg, aktiv unterstützt und gefördert. Als christliche Schule ist die Bewahrung der Schöpfung durch ein geeignetes Verbrauchsverhalten Teil des Leitbildes des St.-Dominikus-Gymnasiums.

Der regelmäßige Verkauf von ökologisch erzeugten Heft- und Schreibutensilien und die aus fairer Produktion stammenden Artikel des „Domi-Shops“, die über den Förderkreis vertrieben werden, sowie die Aktivitäten der Fair-Trade-AG begleiten die Schülerinnen während der gesamten Schulzeit am St.-Dominikus-Gymnasium. Ein verträglicher Umgang mit elektronischen Kommunikationsmedien wird immer wieder thematisiert. Die von der SMV ausgerufene Woche „Handyfasten“ in der Fastenzeit ist ein wichtiger Bestandteil des umfangreichen Verbraucherkonzepts der Schule. Alle Schulfeste und –feiern werden auf ihre ökologische Verträglichkeit und ihre faire Ausrichtung hin überprüft.

Bereits zu Beginn der fünften Klasse erhalten die Schülerinnen ein „Start-Set“ für den Schulanfang am Gymnasium, das von Förderkreis und Schule mit fair gehandelten Produkten bestückt ist. In der 5. und 6. Klasse greift die Frage nach gesunder Ernährung im Biologie-Unterricht Themen der Verbraucherbildung auf, in der 7. Klasse hat die Tabak-Prävention das gleiche Ziel, in der 8. Klasse dient die Alkoholprävention ebenfalls einem gesunden Verbrauchsverhalten. Hinzu kommt für jede 8. Klasse eine dreistündige „Schuldenberatung“ durch eine Fachkraft der Sparkassenstiftung/Caritas, die im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts stattfindet. In der 9. Klassen steht das Konsumverhalten im Hinblick auf Kommunikationsmedien an, und die Schülerinnen können sich zu Medienmentorinnen ausbilden lassen. In der 10. Klasse haben die Schülerinnen die Möglichkeit, aktiv im Förderkreis mitzuarbeiten. Dadurch erhalten sie Einblick in alle Fragen, die Ein- und Verkauf sowie Kundenorientierung, Gewinnoptimierung und Nachhaltigkeit im ökonomischen Handeln betreffen. In der Kursstufe bauen die Seminarkurse Öko-Audit und Schülerfirma auf den Errungenschaften der Verbraucherbildung in der Sekundarstufe I auf.

Damit hat das St.-Dominikus-Gymnasium die Verbraucherbildung durch fest installierte zusätzliche Angebote mit den einschlägigen Unterrichtsinhalten der naturwissenschaftlichen Fächer sowie der Fächer Religionslehre, Geographie, Gemeinschaftskunde und Wirtschaft/ Berufs- und Studienorientierung verknüpft.

Spiralcurriculum Berufliche Orientierung
Berufsorientierung

Leitperspektive BO: Berufliche Orientierung

Die Lehrkräfte am St.-Dominikus-Gymnasium sehen es als eine ihrer Hauptaufgaben an, die Schülerinnen auf die Zeit nach dem Abitur vorzubereiten. Daher nimmt die berufliche Orientierung einen hohen Stellenwert ein.

In Klasse 7 haben die Schülerinnen die Möglichkeit, am Girls´Day teilzunehmen und erste Einblicke in die Berufswelt zu bekommen.

In Klasse 8 steht die Profilwahl an, die für viele Schülerinnen eine Wahl im Hinblick auf ein berufliches Tätigkeitsfeld im späteren Leben ist.

Das Compassionprojekt in Klasse 10 wird nicht mit Blick auf die Inhalte der Berufswahl angeboten, ist aber so gestaltet, dass in einem beruflichen Arbeitsprozess mit seinen speziellen Herausforderungen wichtige Erfahrungen gesammelt werden. An einem Vormittag gegen Ende des Schuljahrs stellen Eltern ihre Berufe, die von den Schülerinnen ausgewählt werden, vor.

In der Kursstufe stehen Beratungsveranstaltungen zur Berufswahl (organisierte Einzelberatung durch die Agentur für Arbeit) sowie Bewerbungstraining (durchgeführt von der Jugendstiftung der Sparkasse) auf dem Programm. Seminarkurse und Arbeitsgemeinschaften bieten zudem Kontakte zu Hochschulen und Firmen. Ausbildungsmessen, die Messe „Einstieg“, Informationen zu Studiengängen und eine Veranstaltung der „Studienbotschafter“ ergänzen das umfangreiche Programm zur beruflichen Orientierung.

An der Mädchenschule ist es selbstverständlich, dass der geschlechtsspezifische Faktor der Berufswahl in allen Überlegungen, die die Zukunft der Schülerinnen betreffen, intendiert ist.

Spiralcurriculum Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt

Leitperspektive BTV: Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt

Am christlichen Mädchengymnasium St. Dominikus herrscht „Vielfalt in der Einheit“. Die 620 Schülerinnen stammen aus allen gesellschaftlichen Schichten und kommen aus unterschiedlichen familiären Hintergründen. Viele Mädchen haben Migrationshintergrund. An der katholischen Schule herrscht Offenheit für den Dialog mit allen Religionen sowie mit Menschen, die keiner Religion angehören. Beispiel: Regelmäßiger Besuch des „Gartens der Religionen“

Individualität und Personalität werden geachtet und geschätzt, spezielle Talente und Begabungen gefördert. Beispiele: Hector-Seminar, Teilnahme an Wettbewerben, Vermittlung von Stipendien

Solidarität und Toleranz prägen den tagtäglichen Umgang miteinander. Hilfe für Schwache ist im Profil der Schule verankert. Beispiele: Förderunterricht, Sozialfonds

Subsidiarität und die damit verbundene Erziehung zur Selbstständigkeit zeichnen den Umgang der Lehrenden mit den Lernenden aus. Beispiele: Klassenrat, SMV-Arbeit, Rhetorik-Unterricht, Übertragung von öffentlichkeitswirksamen Aufgaben an Schülerinnen

Die Erziehung geschieht auf der Grundlage der allgemeinen humanen Werteorientierung und hat das Gemeinwohl aller Mitglieder der Schulgemeinschaft zum Ziel.

Konflikte werden immer zeitnah und nachhaltig bearbeitet und bewältigt, Interessen werden nach Möglichkeit ausgeglichen. Minderheiten wird ein besonderer Schutz gewährt.

Inklusion geschieht speziell auf dem Gebiet der Hörschädigungen. Dort wurden in Zusammenarbeit mit Fachpersonal besondere Kompetenzen erworben.