Eine tolle Woche auf dem Schulbauernhof

Wir, die Klasse 6b, waren mit unserer Klassenlehrerin Frau Rahman und Herrn Scheerer vom 18.4.-22.4.2016 im Landschulheim auf dem Schulbauernhof „Tannenhof“ im Allendorf/Lumda.

Am Montag Morgen, um kurz vor sieben Uhr warteten wir schon mit unserem Gepäck aufgeregt auf unseren Bus, der uns zum Tannenhof bringen würde. Kurz darauf kam er auch schon und wir konnten losfahren: Tannenhof wir kommen!

Nach drei Stunden Fahrt kamen wir endlich beim Schulbauernhof an, wo wir auch schon freundlich von den Tieren begrüßt wurden. Nachdem wir unsere Koffer auf unsere zugeteilten Zimmer verfrachtet hatten, zeigte uns der Hofbesitzer Herr Hoffmann das Gelände und erklärte uns die Regeln. In der Schule wurden wir bereits in vier Gruppen eingeteilt. Es gab die Stallgruppe, die Kleintiergruppe, die Schaf- und Schweinegruppe sowie die Küchengruppe. Die jeweiligen Gruppen wechselten jeden Tag die Aufgabenbereiche.

Die Küchengruppe bereitete das Frühstück, das Mittag- und Abendessen vor und zwischendrin eine Kleinigkeit fürs Kaffeetrinken. Zum Frühstück gab es Brot, selbstgemachten Käse und selbstgemachte Butter, Kakao aus frisch gemolkener Milch und Müsli. Zum Mittagessen gab es meist deftige Mahlzeiten und fürs Abendessen wurden wieder Käse, Wurst, selbstgebackenes Brot und warmer Kakao gedeckt. Nach jeder Mahlzeit musste die Küchengruppe noch den Abwasch erledigen.

Für die Stallgruppe begann der Tag schon um halb sieben Uhr morgens im Stall. Dort wurden die Kühe zuerst fachmännisch von uns vorgemolken und deren Stall ausgemistet. Nach dem Frühstück traf sich die Stallgruppe in der Käserei und konnte dort Milch oder Sahne verarbeiten. Am Nachmittag durften alle von uns die Kühe auf die Weide treiben, das hat riesigen Spaß gemacht! Während die Kühe auf der großen Weide waren, konnte die Stallgruppe wieder den Kuhstall ausmisten und neues Stroh ausstreuen. Am Abend durfte die Stallgruppe die Kühe wieder von der Koppel holen und melken.

Die Kleintiergruppe musste das Hühnerhaus ausmisten und neu einstreuen, dann die gelegten Eier einsammeln und die Hühner füttern. Die Kaninchen durften wir in das Außengehege bringen und sie mit frisch gerupftem Gras füttern. Am Nachmittag haben wir noch am Erdbeerbeet Unkraut gerupft.

Die Schaf- und Schweinegruppe durfte am Morgen die Schweine auf die Koppel treiben und während diese auf der Weide waren, misteten wir deren Boxen aus. Auch die Schafe durften wir auf deren Weide bringen, nachdem wir ein Schaf-Quiz gemacht hatten. Wir legten den Schafen Halfter und Stricke an. Eigentlich sollten wir ja die Schafe führen doch das funktionierte nicht ganz so gut, denn die Schafe zogen eher uns auf die Weide. Und selbst, wenn wir das Schaf zu zweit hielten, riss sich das ein oder andere los. Nach dem Mittagessen bürsteten wir in Zweierteams die geschorene und gewaschene Wolle. Danach durften wir aus der so vorbereiteten und gefärbten Wolle Filzkugeln filzen. Zum Schluss holten wir die Schafe wieder herein, was heißt: Wir wollten – die Schafe eher nicht. Es dauerte eine Weile, aber dann hatten wir es geschafft und sie eingefangen, glaubten wir jedenfalls, denn der Weg zum Stall war etwas chaotisch und das eine Schaf hatte sich schon wieder losgerissen. Doch da Schafe Herdentiere sind, kamen doch noch allem im Stall an.

Auch sonst hatten wir sehr viel Spaß zusammen. Herr Scheerer hatte mit uns ein Lied einstudiert, das wir vor jeder Mahlzeit zusammen sangen. Auch bei den Spielen, die sich Frau Rahman oder die einzelnen Zimmer ausgedacht hatten, hatten wir viel Spaß und stärkten unsere Klassengemeinschaft.

Außer dem Haus und den Ställen gab es auch noch eine Tischtennisplatte, auf der Herr Scheerer mit uns gespielt hat, eine Feuerstelle, bei der wir am letzten Abend Stockbrot am Lagerfeuer aßen und manche von uns auch verbrannte Kartoffeln, eine große Wiese, auf der wir Räuber und Gendarm sowie andere Laufspiele spielten und einen Heuboden. Dort war eine Kletterparcours, ganz viel Stroh und Heuballen. Der Heuboden war sehr cool, denn man konnte fast alles dort machen und wenn man herunter fiel, ist man weich gelandet. Auch mit den Hühnern hatten wir in ihrem Freigehege sehr viel Spaß!

Es war eine tolle Woche mit schönem sonnigen Wetter. Wir werden die schöne Zeit so schnell nicht vergessen!

Antonia K. & Eva L., 6b

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