Fahrradtour zu geistlichen Stätten in Karlsruhe

Dass das St.-Dominikus-Gymnasium eine fahrradfreundliche Schule ist, zeigt sich nicht nur darin, wie viele Schülerinnen und Lehrkräfte jeden Tag mit dem Fahrrad zum Unterricht kommen, sondern auch in einer Fahrradtour der besonderen Art.

Die Klasse 10a und 10b (später kam noch das Kernfach Religion der Jahrgangsstufe I dazu) unternahm am Dienstag, dem 18.10.2016, eine „Ökumenische Geistliche Fahrradtour“ (die Schülerinnen ohne Fahrrad waren mit der Straßenbahn und zu Fuß unterwegs) in der Stadt Karlsruhe zu ausgewählten geistlichen Stätten.

Der erste Halt war die katholische Citykirche St. Stephan - ein wunderbarer Kuppelbau, der dem Pantheon in Rom nachempfunden ist. Die evangelische Religionslehrerin Frau Pfarrerin Boos-Breisacher nahm den biblischen Bezug auf und erzählte, was uns über den ersten Märtyrer der Christenheit, den heilige Stephanus, in der Apostelgeschichte erzählt wird.

Am östlichen Ende der großen Ost-West-Achse der Stadt ragt der über 90 m hohe Turm der Kirche St. Bernhard empor. Dem Seligen Bernhard von Baden geweiht, ist sie eine besonders beeindruckende Kirche im neugotischen Stil. Der Innenraum mit dem herrlichen Flügelaltar mit Motiven aus dem Leben Jesu beeindruckte die Schülerinnen besonders.

An der evangelischen Lutherkirche des Architekten Moser – dem Jugendstil nachempfunden - erfuhren die Schülerinnen am Bildnis Martin Luthers etwas vom wichtigen Anliegen des Reformators, vorausschauend auf die 500-Jahr-Feier, die im nächsten Jahr begangen wird: sola gratia - sola scriptura - sola fide.

Ein besonderes Erlebnis war der Gang durch den Garten der Religionen im neu angelegten Oststadtpark. Diesen Garten gibt es seit dem 300. Geburtstag der Stadt Karlsruhe (Privilegienbrief), er ist Ausdruck des guten Miteinanders der Religionen und verschiedener Weltanschauungen sowie der Hoffnung auf Frieden unter allen Menschen.

Bei schönem Herbstwetter beendeten wir die besondere Fahrradtour mit einem Gebet aus dem Islam - ein junger Muslim, der auch Mitglied der Christlich-islamischen Gesellschaft ist, kam dazu - und einem christlichen Segensgebet für alle.

E. Bechtold

Zurück