Verlegung von "Stolpersteinen" für Euthanasie-Opfer

Eindrücke zur Stolpersteinverslegung am 18.03.2016

An der Verlegung von Stolpersteinen des Künstlers Gunter Demnig für Karlsruher Euthanasieopfer in der Zeit des Nationalsozialismus haben wir als Delegation des St. Dominikus-Gymnasiums teilgenommen. Wir, das sind Sophia C. und Lili S., E. Bechtold und D. Baßmann.

Nachdem Lili im Grundkurs evangelische Religion ihre GFS im Herbst 2015 über Klara Wertheimer, ein Opfer der Euthanasie, gehalten hatte und Frau Sauermost von der Lebenshilfe e.V uns ein weiterführendes Referat über Euthanasie im Dritten Reich gehalten hatte, war es geradezu folgerichtig, dass wir an der Verlegung von Stolpersteinen in Karlsruhe am 18. März 2016 teilnahmen.

Lili und Sophia berichteten vor deren ehemaligen Wohnhäusern über Martha Koch, die 1940 in Grafeneck ermordet wurde und über Maria Gehrig, die 1941 in Hadamar umgebracht wurde. Um sie zu ehren und uns an sie zu erinnern, hat der Künstler die messingfarbenen, quadratischen, Stolpersteine auf den Bürgersteigen vor den Wohnhäusern verlegt. Dass die Stolpersteine ihren Namen zu Recht tragen, mussten wir erleben, als die heutigen Bewohner des einen Hauses, die keinerlei verwandtschaftliche Beziehung zu dem Opfer haben, heftig gegen die Verlegung vor ihrer Haustür protestierten, statt die späte Würdigung des Opfers zu begrüßen.

D. Baßmann

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