Was ist für mich okay – und was nicht? Wer darf mich trösten und den Arm um mich legen? Wer darf mir nahekommen, Geheimnisse teilen oder mich berühren? Und ab wann fühlt sich etwas nicht mehr gut an?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich die Schülerinnen der 8. Klassen im Workshop #grenzwertig auseinandergesetzt.
Schnell wurde deutlich: Grenzen sind individuell. Was für die eine Person selbstverständlich ist, kann für eine andere bereits zu viel sein. Genau darüber wurde gesprochen, nachgedacht und diskutiert – offen, respektvoll und anhand vieler Alltagssituationen.
An konkreten Fallbeispielen wurde gemeinsam herausgearbeitet, was eine Grenzverletzung ist, wann ein Verhalten übergriffig wird und wo klare Formen von Missbrauch beginnen. Auch aktuelle gesellschaftliche Debatten, wie der Fall rund um Collien Fernandes, machten deutlich, wie wichtig das Thema Grenzachtung ist!
Ein zentraler Bestandteil des Workshops war die Vermittlung von Grundlagenwissen zu sexualisierter Gewalt. Dabei ging es nicht nur um körperliche Übergriffe, sondern auch um Grenzverletzungen in den sozialen Medien. Ziel war es, Gefahrenquellen zu erkennen und das Bewusstsein für eigene Grenzen zu schärfen.
Die Schülerinnen erhielten außerdem Informationen zu rechtlichen Fragen und zu Beratungsstellen, an die sich Betroffene wenden können.
Der Workshop zeigte, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema „sexualisierte Gewalt“ auseinanderzusetzen. Denn Nein zu sagen, Grenzen zu erkennen und zu setzen, das sind für Mädchen und junge Frauen wichtige Kompetenzen!
Der Präventions-Workshop wurde durchgeführt von der Schulsozialarbeiterin und der Präventionsfachkraft der Schule auf Grundlage der Materialien von „Allerlei Rauh Karlsruhe“.
Liebe 8. Klassen, danke für eure Offenheit und Beteiligung!
Ania Sejda und Sabine Hess
Karlsruhe: AllerleiRauh Karlsruhe
