Um 6 Uhr begann die fünfeinhalbstündige Fahrt in die Hauptstadt, die dank Spielen und Lachen schnell vorbeigegangen ist. Nachdem wir uns im Hotel eingerichtet hatten, ging es weiter zu den Hackeschen Höfen, wo wir unsere Freizeit unter anderem mit Shoppen verbringen konnten. Während einer Spreefahrt lernten wir bereits viele Sehenswürdigkeiten kennen. Den ersten Abend haben wir dann im „Holzmarkt 25“ mit leckerem Essen direkt am Spreeufer ausklingen lassen.
Am Dienstag stand eine Führung durch die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit (Stasi) in Berlin-Hohenschönhausen auf dem Programm. Während der DDR wurden hier politische Gegner festgehalten und verhört. Wir erfuhren, mit welchen Methoden die Stasi versuchte, Menschen einzuschüchtern und Geständnisse zu erzwingen. Besonders eindrucksvoll waren die original erhaltenen Haftzellen und Verhörräume, die einen beklemmenden Einblick in das damalige Gefängnisleben gaben. Der Besuch war spannend, aber auch nachdenklich stimmend und zeigte uns, wie wertvoll Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind.
Nach einer Mittagspause am berühmten Alexanderplatz besuchten wir den Deutschen Bundestag. Auf der Besuchertribüne des Plenarsaals hörten wir einen interessanten Vortrag. Wusstet ihr eigentlich, dass der Bundesadler im Plenarsaal wegen seiner etwas rundlichen Form auch liebevoll „Fette Henne“ genannt wird? Danach durften wir die berühmte Glaskuppel des Reichstagsgebäudes besichtigen, von der aus wir einen beeindruckenden Blick über Berlin hatten. Im Anschluss besuchten wir das Brandenburger Tor sowie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Abends stand für viele das Highlight des Tages an: der Besuch im Matrix Club. Dort wurde getanzt, gelacht und gefeiert – manche entdeckten dabei ungeahnte Tanztalente!
Die Bernauer Straße, welche zur Zeit der Mauer West- von Ostberlin trennte, ist heute eine Gedenkstätte für die Maueropfer. Dort erfuhren wir eindrucksvoll, welche Folgen die Teilung der Stadt für ihre Bewohner hatte. Nachmittags besuchten wir das Spionagemuseum, wo es einige interaktive Stationen gab, an denen man testen konnte, wie gut man selbst als Spion geeignet wäre. Sehr lustig war ein Raum, in dem man Laserstrahlen ausweichen musste. Zum Abschluss des Tages waren wir als Klasse gemeinsam am Humboldthafen essen.
Nach einer gründlichen Sicherheitskontrolle bekamen wir am Donnerstag die Gelegenheit, das Bundeskanzleramt zu besuchen. Wusstet ihr schon, dass der Bundeskanzler Geschenke von Staatsbesuchen bekommt, der Bundesrepublik erst abkaufen muss, bevor sie ihm gehören? Oder dass die Bundesminister*innen ihre Smartphones einschließen müssen, bevor sie den Kabinettssaal betreten? Dies und noch viel mehr erfuhren wir während einer kurzweiligen Führung. Nachmittags trafen wir uns im Bendlerblock, wo wir in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand an einer Führung mit dem Schwerpunkt Widerstand von Frauen und Jugendlichen gegen den Nationalsozialismus teilnahmen. Der Abschluss der Berlinfahrt bildete der Besuch der Akrobatikshow „Alizé“ des „Cirque du Soleil“.
Wer Eindrücke aus Berlin sehen möchte: Einfach das zweite Bild unten in der Galerie anklicken ;-)

