Exkursion zur BASF in Ludwigshafen

Am Montag, 27. April 2015 trafen sich die Schülerinnen und Schüler des vierstündigen Chemiekurses der Jahrgangsstufe II um 07.30 Uhr am Hauptbahnhof Karlsruhe, um gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Bernert nach Ludwigshafen/Rhein zu fahren.

Um 09.30 Uhr wurden wir von Frau Dr. C. Busch, einer promovierten Lebensmittelchemikerin, im Foyer des Besucherzentrums der BASF empfangen. Unter dem Motto „150 Jahre BASF“ schilderte uns Frau Busch die wichtigsten Etappen der BASF zum weltgrößten Chemiekonzern mit ca. 380 Produktionsstandorten auf allen Erdteilen. Angefangen hatte alles 1865 in Mannheim mit der Produktion von Farbstoffen, daher auch der Firmenname „Badische Anilin- und Sodafabrik“. Aus Platzmangel siedelte die Firma ins benachbarte Ludwigshafen über.

Nach dieser Einführung besichtigten wir die interaktive, multimediale Ausstellung in verschiedenen Themenräumen. Ausgehend von natürlichen Stoffen durften wir sehen (Farbstoffe), riechen (Duftstoffe) und fühlen (Oberflächen) sowie eigenen Experimente durchführen. So elektrolysierten wir z.B. mit Hilfe unserer eigenen Muskelkraft Wasser. Die entstandenen Produkte Wasserstoff und Sauerstoff reagierten in einer sehr lauten Knallgasreaktion wieder zu Wasser.

An einem Modell wurden uns die unvorstellbaren Ausmaße des BASF-Geländes in Ludwigshafen, ca. viermal so groß wie Monaco, veranschaulicht. Danach durften wir die weiteren Abteilungen der Ausstellung mit Produkten des Alltags wie Kunststoffe für Kleidung, Schuhe und Dämmung, Vitamine, Düngemittel und Farbstoffe (auch für Getränke) selbständig erkunden.

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung ging es mit Helm und Schutzbrille auf eine Werksrundfahrt. Entlang der Soda-, Salpeter-, Chlor- oder Ammoniakstraße wurden uns die einzelnen Fabriken, verbunden über oberirdische Rohleitungen, vorgestellt. Dabei erfuhren wir auch, dass sich die gesamte deutsche Getränkeindustrie mit dem bei der Ammoniak-Synthese als Abfallprodukt anfallenden Kohlenstoffdioxid aus Ludwigshafen beliefern lässt. Halt machten wir in der Lufttrennanlage sowie an einer Halle mit einem Steamcracker-Modell. An beiden Stationen erhielten wir ausführliche Informationen zu diesen Anlagen.

Nach einem dreieinhalbstündigen Programm wurden wir zum Abschluss in einer Werkskantine zu einem leckeren Mittagessen nach Wahl eingeladen. Danach traten wir den Rückweg nach Karlsruhe an

Die Exkursion zur BASF war sehr interessant und lehrreich. Wohl keiner von uns konnte sich zuvor die Dimensionen und die Produktvielfalt eines solchen Betriebes vorstellen. In der BASF werden z.B. in einer Stunde mehrere Tonnen eines Stoffes produziert, den wir im Schullabor im Gramm-Maßstab hergestellt hatten. Dies war für uns alle sehr beeindruckend.

Wir bedanken uns bei unserer Chemielehrerin Frau Bernert und Frau Dr. Busch herzlich für die Organisation und Durchführung der sehr informativen Chemie-Exkursion.

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