Umdenken beim Einkaufen

Neigungskurs Geographie zu Besuch bei „Unverpackt“, dem Laden ohne Verpackungen

Was tun gegen die Flut von unnötigen Verpackungen? Wie kann man beim Einkaufen Ressourcen schonen und gleichzeitig Müll vermeiden?

Diese Fragen haben sich die Schülerinnen des Neigungskurses Geographie gestellt. Der täglich weltweit anfallende Plastikmüll hat sich inzwischen zu einem riesigen Müllstrudel (great garbage patch) von der Größe Mitteleuropas geformt und treibt im Pazifik.

Das Problem der Vermüllung der Meere hat unter anderem dazu geführt, dass in immer mehr Ländern Plastiktüten im Supermarkt kostenpflichtig sind. Viele Geschäfte verzichten inzwischen ganz darauf, Tüten anzubieten. Der Laden „Unverpackt“ in Karlsruhe geht noch wesentlich weiter: Hier kann man komplett verpackungsfrei einkaufen, indem man seinen eigenen Behälter mitbringt. Viele unterschiedliche Lebensmittel werden aus großen Spendern direkt ins eigene Gefäß gefüllt. Dies hilft ganz nebenbei auch noch, Lebensmittelverschwendung zu verringern, weil man bedarfsgerecht genauso viel einkaufen kann, wie man tatsächlich benötigt.

Das Angebot erstreckt sich von Keksen, Kaffee, Nüssen, Müsli, Nudeln, saisonalem Obst und Gemüse über Hygieneartikel bis hin zu verpackungsfreien Kosmetikartikeln, wie z.B. festes Shampoo in Seifenform oder Zahnputztabletten.

Die Schülerinnen waren sich am Ende des Besuchs einig darüber, dass diese Art des ressourcenschonenden Einkaufens wesentlich nachhaltiger ist als das herkömmliche im Supermarkt.

Der Laden befindet sich gegenüber des Karlsruher Hauptbahnhofs am Bahnhofsplatz 8.

Weitere Informationen unter www.unverpackt.de

J. Götz

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