Trierfahrt der 9a im September 2017

Vom 27.09.2017 bis zum 29.09.2017 machten wir, die Klasse 9a, eine Lateinfahrt in die ehemalige römische Stadt Trier. Wir waren untergebracht im Kolpinghaus Warsberger Hof. Die 16 v.Chr. gegründete Stadt Trier, welche ursprünglich den Namen „Augusta Treverorum“ (lat. Stadt des Augustus im Land der Treverer) trug, hatte ihre Blütezeit unter der Herrschaft des Römischen Reiches. Dementsprechend kann man heutzutage viele antike römische Sehenswürdigkeiten betrachten, von denen wir sehr viele Eindrücke sammeln konnten. Trier und die römischen Denkmäler wurden 1974 und 1986 zum UNESCO- Weltkulturerbe ernannt.

Nachdem wir am Mittwoch nach einer Zugfahrt in Trier angekommen waren, fingen wir gleich mit den ersten, von uns vorbereiteten, Vorträgen an. Dieser ging über die Stadtgeschichte Triers. Nach einem weiteren Referat über den Dom hatten wir genügend Zeit, um selbstständig den Dom und die Liebfrauenkirche zu besichtigen. Der Dom ist ein außergewöhnliches Bauwerk, über das viele Legenden existieren, wie zum Beispiel, dass der Teufel beim Bau der Kirche mitgeholfen habe, jedoch ohne zu wissen, dass es ein Gotteshaus würde. Aus Wut soll er eine der schweren Säulen nach der Kirche geworfen haben. Zum Glück traf er den Dom nicht. Heutzutage kann man diese Säule vor dem Eingang finden: den sogenannten Domstein. Nach einer kurzen Pause gingen wir zur Porta Nigra, dem schwarzen Tor. Dieser Name stammt aus dem Mittelalter, denn sie wurde aus Sandstein gebaut. Jedoch nagte der Zahn der Zeit sowie die unterschiedlichen Witterungen an ihr, sodass das Tor im Laufe der Jahrhunderte eine schwärzliche Tönung annahm. Nach einem kurzen Vortrag über die Porta Nigra machten wir eine Führung, die von zwei Schauspielern gestaltet wurde. Da die Führung wie ein Schauspiel aufgebaut war, haben wir auf unterhaltsame Weise viele interessante Dinge erfahren. Am Abend waren wir in einem römischen Restaurant, wo es echtes römisches Essen gab. Durch die ungewohnten Gewürze haben wir eine andere Art des Kochens und der Aromen erfahren.

Am Donnerstag besuchten wir nach einem leckeren Frühstück die Konstantin-Basilika, die ursprünglich die Palastaula von Kaiser Konstantin l. war. Über diese Kirche haben wir weitere interessante Dinge durch einen kurzen Vortrag erfahren. Wir verbrachten ein wenig Zeit im Palastgarten, der im Stile des Barock symmetrisch aufgebaut war, bis wir die Konstantin-Basilika besichtigen konnten. Anschließend gingen wir weiter zu den Kaiserthermen und konnten nach einer kurzen Information nachvollziehen, wo welche Becken waren. Der Höhepunkt der Kaiserthermen war jedoch, dass wir durch die unterirdischen Gänge laufen konnten. Glücklicherweise haben alle Klassenkameradinnen aus dem Labyrinth der unterirdischen Gänge wieder herausgefunden. Nach einem kurzen Anstieg erreichten wir das Amphitheater, in dem zwei Schülerinnen uns die einzelnen wichtigen Ecken des Amphitheaters gezeigt und kurz erklärt haben. Unter anderem waren wir in den unterirdischen Tier- und Gladiatorkäfigen und hatten, nachdem wir durch Tunnels, die nach oben auf die Zuschauerränge führten, ein tolles Gesamtbild des Amphitheaters. Außerdem hatten wir das Glück, einem Gladiator, der für seine nächste Vorstellung Speerwerfen und Schwertkampf übte, zuschauen zu können. Danach gingen wir zu den Thermen am Viehmarkt, wo erneut ein Schülerinnen-Referat für den nötigen Überblick sorgte. Aufgrund dieser Kenntnisse konnten wir uns eigenständig mit einem Plan zurechtfinden und nachvollziehen, wo welche Becken sich befanden. Dadurch haben wir gelernt, dass diese Thermen nur zufälligerweise, bei dem Bau einer Tiefgarage, entdeckt wurden. Da diese erst so spät gefunden wurden, gibt es Schwierigkeiten mit dem UNESCO-Weltkulturerbestatus, da alle anderen Bauwerke in Trier schon als dieses ernannt wurden. Dennoch stehen die Viehmarkt-Thermen auf der Liste des Weltkulturerbes. Nach einer etwas längeren Pause besuchten wir das Rheinische Landesmuseum. Dort schauten wir ein etwas schwer verständliches Lichtspiel an, das wir dann in der darauffolgenden Führung erklärt bekamen.

Am Freitag Morgen schlossen wir unser Programm mit einer zweistündigen Moselfahrt ab. Während der Fahrt konnten wir uns ausruhen und die schöne Aussicht genießen. Auf dem Weg sind wir unter der Römerbrücke durchgefahren, die noch aus der römischen Zeit vorhanden ist.

Nach ein paar Komplikationen bei der Zugfahrt sind wir alle wohlauf am Karlsruher Hauptbahnhof angekommen. Die Fahrt nach Trier hat unsere Klassengemeinschaft gestärkt und wir haben viele wichtige Dinge gelernt. Es war sehr spannend, vieles über die Stadt Trier und ihren geschichtlichen römischen Hintergrund zu erfahren.

Nina K. und Sarah P.

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