Energiewendereporter präsentieren Ergebnisse

Unter dem Motto "SchülerInnen informieren SchülerInnen" haben Schülerinnen der Technik-AG sowie der Schülerzeitung zwei Beiträge verfasst, die über die Energiewende informieren. Zuvor haben die Schülerinnen an einer Exkursion zu Erzeugungsstätten erneuerbarer Energien teilgenommen.

  • Bericht (siehe unten) über das NWT-Projekt "Fahrradaufladegerät für das Handy" (Miriam H., Josefine B.)
  • Virtueller Rundgang: "Energiewende im Raum Karlsruhe" (Caroline K., Anna-Lena H.)

„Es bringt doch eh nichts, wenn ich das mache und alle anderen nicht.“

Wir Jugendliche werden in einer Gesellschaft groß, in der viel über Energiesparen und umweltschonendes Leben geredet wird. Uns wird von klein auf beigebracht, das Licht auszuschalten, wenn es nicht gebraucht wird oder den Müll in die Mülltonne zu werfen und nicht am Strand oder im Wald liegen zu lassen.

Eine Menge Jugendliche widersetzen sich diesen „Regeln“. Aber aus welchen Gründen? Viele Erwachsene sagen, dass wir das aus Faulheit tun oder weil wir nicht gut erzogen worden sind.
Doch das stimmt nicht immer. Die meisten können sich einfach nicht vorstellen, dass auch der Müll einer einzelnen Person, die Umwelt belastet oder das ein Mal Lichtausschalten etwas bewirken kann. Man kommt schnell in die Denkweise „Es bringt doch eh nichts, wenn ich das mache und alle anderen nicht.“

Deshalb ist es wichtig, Jugendlichen auf ansprechende Art zu zeigen, dass auch sie alleine als „Kinder“ etwas für die Umwelt und für eine energiesparende Welt tun können.

Wir Schülerinnen des St. Dominikus-Gymnasium haben uns im NwT-Unterricht (Naturwissenschaft und Technik) darüber Gedanken gemacht und an einer Idee gefeilt, wie Jugendliche Energiesparen können. Letztendlich haben wir uns für ein Fahrradaufladegerät für das Handy entschieden.
Durch die Bewegung des Dynamos beim Fahren wird Energie erzeugt. Diese Energie wird in Strom umgewandelt und durch ein Kabel an das Handy geleitet. So kann man während des Fahrens sein Handy aufladen und verbraucht keinen Strom beim Anschließen an eine Steckdose.

In der Schule haben wir uns in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe hat Geräte aus dem Internet bestellt. Verschiedene Schülerinnen testeten zuhause das Gerät auf Tauglichkeit und Effizienz und in der Schule wurden die Ergebnisse zusammengetragen. Außerdem rechneten sie die Einsparung des Stroms aus und ob sich das Gerät überhaupt lohnt.
Die zweite Gruppe hatte das Ziel, ein Handyladegerät selber zu bauen. Mit Utensilien aus dem Unterricht erarbeiteten die Schülerinnen einen Schaltplan und konstruierten ein eigenes Gerät. Dieses kann man zwar nicht am echten Fahrrad nutzen, da die Teile viel zu groß sind, aber es ermöglicht einen Einblick in ein solches Gerät.

Die dritte Gruppe filmte unsere Arbeit und interviewte einzelne Gruppenmitglieder zu ihren Fortschritten und Problemen. Am Ende schnitten sie einen Film zusammen und so hatten wir eine Dokumentation über unsere Arbeit.

Die Testgruppe hat herausgefunden, dass sich das Gerät bei einer einzelnen Person eigentlich nicht lohnt. Es ist praktisch, wenn man sein Ladegerät einmal vergessen hat, da man so unterwegs aufladen kann. Doch das es wirklich Strom spart und Auswirkungen für die Umwelt hat, ist nicht der Fall.
Trotzdem fanden die Testerinnen das Gerät sinnvoll, da sie sich in der Zeit viel mit Energiesparen und umweltschonendem Umgang von Licht und Strom auseinander gesetzt haben. Manche berichteten, dass sie durch das Gerät mit anderen Jugendlichen ins Gespräch gekommen seien und diese Interesse zeigten.

Durch solche Projekte in der Schule können Jugendliche sich praktisch mit dem Thema auseinander setzen und eigenes Interesse entwickeln. Statt Moralpredigten und langweiligen Vorträgen können sie selber ausprobieren und entdecken, dass jeder etwas zum Gelingen beisteuern kann. Auch wenn es vielleicht stimmt, dass ein einzelner Jugendlicher nicht viel erreichen kann, animiert ein solches Projekt, an anderer Stelle Energie zu sparen.
Das Bewusstsein für umweltschonenden Umgang mit Strom wird sensibilisiert und verstärkt.

Da viele Jugendliche aber nicht wissen, wie sie selber zuhause oder unterwegs darauf achten können und Strom sparen können, ist es wichtig, ihnen Möglichkeiten und praktische Wege zu vermitteln und sie zu bestärken, auf ihre Umwelt acht zu geben.
Denn nur so können wir auch noch in Zukunft in einer Welt leben, wie wir sie heute vorfinden.

Ein Bericht von Miriam H. und Josefine B.

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